Freitag, 2. Dezember 2016

Was für ein Käse ...

Aus diversen aktuellen Anlässen und weil mir in vorweihnachtlicher Fress-Geilheit danach ist, veröffentliche ich zum x-ten mal den alten Klassiker, der schon im verblichenen Qype-Portal sowie während verschiedener Blog-Umzüge zum Himmel gestunken hat.

Ein Käse aus Norwegen ist vor Kurzem zum besten Käse der Welt gekürt worden.

Norwegischer „Kraftkerl“ ist bester Käse der Welt

Leckerer geht’s nicht: Bei den World Cheese Awards im spanischen San Sebastian hat der Blauschimmelkäse einer kleinen norwegischen Familienkäserei die gesamte Konkurrenz der Welt aus dem Feld geschlagen.
Da werde ich die Tage mal versuchen, etwas genaueres heraus zu finden ...
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Ja! Und ich habe es wieder getan und mir diesen üblen kleinen Stinker unter die Nase geschoben ...

Ohne besondere Änderungen im Text von anno Tobak, hier nochmal eine Käse-Degustation der anderen Art.

Den folgenden Text und weitere Bemerkungen zum Thema "Deutscher Tilsiter Nummer 8" hatte ich auch hier schon mal veröffentlicht 

https://www.portugalforum.org/threads/was-gibts-oder-was-gabs-bei-euch-zum-essen.4295/page-33#post-148482

Ein neuerdings politisch-philosophisches Selbstdarsteller-Forum mit dem Argumentationsniveau eines C-Movie, in dem die ganze große Welt aus der Sicht kleiner Alles-besser-Versteher erklärt wird. Das nur am Rande ... :-) ...
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Apropos Käse! Hab vor ein paar Tagen beim Edeka an der Käsefrischtheke mit Handbedienung mit vermeintlich unverfänglichem Vokabular einen etwas spezielleren Tilsiterwunsch geäußert... 

Mein lieber Scholli, - die Käsetante hat´s mir nicht schlecht besorgt ...! Noch fehlen mir die Worte. Selten so schnell die Grenze meiner Leidensfähigkeit erkennen müssen ...




Echt? Krass ...! Ein Meilenstein in der Geschichte der Käseherstellung.

Es gibt Käsesorten, die ich schon seit Jahren nicht (eher noch nie) mit den Fingern anfasse aber sehr gerne esse, weil sie kräftig, würzig und sehr lecker sind, selbst wenn sie schmierig oder seifig sind und übelst riechen. 

Käse ist nun mal nichts anderes als verweste Milch, wie schon Anthony Burgess in seinem Jahrhundertwerk ´Der Fürst der Phantome´ erkannte.

Zu meinen Messer- und Gabelfavoriten gehören u.a. Tilsiter, Harzer wie OlmützerQuargel, ein nasen-zerreißenden Limburger, Romadur oder Saint-Albray und auch einen schockierenden Munster, sowie gerne mal einen Roquefort oder Bavaria Bleu. Je nach Sorte verbunden mit allerlei Beiwerk wie Kümmel, Zwiebeln und Essig, Knofi oder Koriander und ähnlichen Varianten ...

Für meine Rückfahrt letztens von Berlin nach AC hab ich mir eine Tupperdose voll Stullen mit pommersche Leberwurst und Tilsiter gemacht. Das häufige öffnen der Dose war mit nicht zu ignorierenden Reaktionen meiner sieben Mitfahrenden verbunden, wobei der polnische Fahrer als Einziger sehr positiv reagierte und zwei Schnittchen mit aß. 

Der Tilsiter war von Rewe. Hatte ich bestellt mit den Worten, "bitte ~ 150 Gramm Tilsiter, einen möglichst kräftigen-würzigen." Ohne vieler Worte war der echt gut....
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Mit der gleichen Bestellung bin ich vor etwa zwei Wochen bei meinem Edeka vorstellig geworden. Die nette (und ganz hübsche) Blondine hinter der Theke zeigte auf einen vom ansehen her vielversprechenden Laib Tilsiter-Käse mit leicht brauner (verzehrbarer) Rinde und machte mit den Fingern ihrer rechten Hand das Picobello-Zeichen....

In Einwickelpapier mit Innenfolie und in einem zweifach gewickelten Plastikbeutel mit dem Preis-Etikett für den Kassen-Scanner versehen, trug ich - ohne es zu ahnen - eine 280 Gramm schwere biologische Zeitbombe nach Hause.



Schon beim auspacken meines Rucksacks schwante mir nicht geringes Unbilden. Als der zweifach gewickelte Plastikbeutel geöffnet war, verbreitete sich ein geruchlicher Erstschlag durch die Küche. Das tat schon echt weh. Das auseinander falten des Einwickelpapiers mit der Innenfolie zog einen olfaktorischen Blitzkrieg sondergleichen nach sich.

Ein rechteckiger, dunkel-gelber Klumpen Rohmilch-Käse der Sorte Deutscher Tilsiter mit 60% Fett i. Tr. und kleinen widerlich grinsenden Löchern drin sowie einem bräunlich-weißen, leicht angeschmierten Rand, zu einem Kilopreis von 16,99 Euro. Den Gestank war schon mal sein Geld wert und konnte mit der Schippe aus dem geöffneten Fenster geschaufelt werden...



Der erste kleine und schaudernde Bissen mit der Gabel war eine sensorisch-olfaktorisch-gustatorische Herausforderung erster Güte.

Einmal drin im Mund, ist es wie beim Atlantik-Schwimmen in Monte Clerigo im März ...! Rein und durch ...
Initiationsgleich vollzieht sich binnen Sekunden der Aufstieg in einen anderen, höheren persönlichen Seins-Zustand. Man wird zum Manne und schreitet fortan als geweihter Tilsiter-Schamane durch die Zeiten.

Geschmack? Greift er erstmal die Papillen mit den Geschmacksknospen auf der Zunge an, wandelt er sich sehr schnell von einem nicht zu unterschätzenden Geschmacks-Halunken zu einem zärtlich dahin schmelzenden, liebenswerten gustatorischen Frechdachs mit unvergleichlich-angenehmer Strenge und Würze.

Der Geruch des jetzt cremigen und verstörend-anregenden Käses strömt quasi von innen heraus aus der Nase aber von einem Zweifronten-Krieg ist nunmehr keine Spur. Er schmeckt einfach nur genial ...

Die essbare Rotschmiere-Rinde hinterlässt auf der Zunge den feinen mechanischen Reiz von Schleifpapier der Körnung 800 bis 1000, was eine interessante Erfahrung ist.

Das ist die Sau nochmal ....



Mein Kühlschrank hat einen Innen-Ventilator (ähnlich wie auf den Tankstellen), der die (feuchte) Luft beim kühlen absaugt und einen leichten Unterdruck erzeugt. Man konnte schon häufiger riechen, was da drinnen so an Leckerchen lagert. Um peinlichen Frage von Besuchern zu entgehen, - der Proband lagert auf dem Küchenfensterbrett unter einer Plastikschale mit ´nem schweren Stein drauf (meinen Raben trau ich nicht).

Nur die Harten können hier mitziehen ...


Meiner Phantasie darob, was in diesem Metier scheint´s möglich ist, waren bis dato etwas engere Grenzen gesetzt, als die mir bekannten. Und so ganz vom anderen und fremden Käse-Stern bin ich nun auch nicht.

Lag schon so mancher geruchlicher ´Widerporst´ aus verwester Milch auf meinem Teller ... Muss ich mal raus suchen, was das war. (1)

Jedenfalls bei der Einnahme der unerwarteten und auf der ersten Nase grauenhaften Kampf-Position gegenüber diesem Stück, hatte ich hinsichtlich der zu erwartenden geschmacklichen Auseinandersetzung 
selten so schnell die Grenze meiner Leidensfähigkeit erkennen müssen ...

Aber!!! Ich habe gewonnen ....

(1): Das war ein Blauschimmel-Käse vom belgischen Delhaize, der vorzeitig in zwei verschiedenen Ländern (Belgien und Deutschland) und drei verschiedenen Wohnungen (Verviers, Aachen und Berlin) in drei verschiedene Mülleimer landete, dort jeweils wieder heraus geholt wurde, um dann von meinen Brüdern in Berlin ab der 3. Flaschen Roten vertilgt zu werden.


Der offizielle Name des kleinen Stinkers lautet schlicht und schnöde DeutscherTilsiter Nr. 8 scharf.

Er kommt aus Schleswig-Holstein und wird mit dem Vokabularium "Dieser Käse besticht durch seinen deftigen und barschen Geschmack." (sic!?) eher hinterfotzig verharmlosend beschrieben.
Sein Fett i. Tr. beträgt lediglich 45% und der Tages-Preis steht auf dem Etikett.

Hab´s mir grade noch einmal besorgen lassen ... "Nach längerer Lagerung entwickelt er ein sehr kräftiges Aroma, das allerdings nur die wahren Liebhaber mögen." aus: NeuePresse


So passt es schon eher ...
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Bei einem späteren Kauf konnte man auch sehr gut erkennen, daß dieser Käse die hauchdünne innere Kunststofffolie des Einwickelpapiers wegätzt, so "scharf" ist der. Das muß man dann halt mitessen.



Das macht die Stulle auch nicht fetter ...

Bis denne ...

Mittwoch, 16. November 2016

Tanos 17. Wundertüte ...

Hier, in der Wundertüten-Abteilung, erscheint in loser Reihenfolge ein bunter Potpourri von Dingen und Themen, die ich loswerden möchte, bevor sie beginnen, mir unter den Nägeln zu brennen, den Schlaf zu rauben, die Laune zu verhageln oder um zu teilen, was mich erfreut, belustigt und mein wohlgesonnenes Interesse geweckt hat. Oder aus was für welchen Gründen auch immer ... *******
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Aha! Also Wundertüten gehen ab ...! Sagt der Kiezneurotiker, in seinem gestrigen Artikel "Verlink doch mal die Verlinker".

Toll! Meine beiden Blog-Hütten waren echt voll gestern. Und ich hatte nicht mal ´ne Kiste Bier im Haus.

Danke dafür! Und daß so viele - wenn sie schon mal da gewesen sind - auch auf meiner Aachener Vintage-Lounge vorbei geschaut haben, hat mich noch mehr gewundert.

So, so! Vernetzwerken und Linkschleudern jenseits von Facebook, Twitter und WhatsApp sind gefragt! 

"... inzestuöse Viralsülze ..." Aha! Muß man auch erst mal drauf kommen ...

Die drei genannten viralen apokalyptischen Reiter hab ich sowieso nirgendwo drauf und handgeschriebenes Vernetzwerken ist immer gut. Äh ... ?!
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Am liebsten zu Mir Selber erst mal!

Hab mir heuer 8 Stunden einen abgebloggt auf meinem Zweitblog und dort den zweiten Teil meiner Serie zu dem legendärem Aachener Café Niessen geliefert.

Café & Konditorei Niessen | Aachen 1891 bis 1995 | 2. Teil

Zur geflissentlichen Kenntnisnahme ... 
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Wo ich so täglich mal reinschaue, kann man auf meinen Blog-Roll-Listen rechts etwas weiter unten erkennen. Das meiste hab ich auch als Feed-Reader abonniert und bekomme Neuigkeiten per Mail geliefert. 

Klar! Kieze und die Katastrophenchronistin sind noch vor dem Frühstück so gegen Zehne auf dem Schirm. Wobei die Aktualisierungen von tikerscherk etwas am haken sind auf dem Blogg-Roll rechts. Ich lande immer hier zum 10. Dezember 2012, wenn ich da drücke. Egal, kann ich mit leben.
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Und ich hatte vorhin während der Café-Geschichte ganz kurz einen merkwürdigen luziden Traum.

Tikerscherk und Kieze wären ein Paar. Dabei habe ich seit Monaten nichts mehr geraucht ...

Ich bin dann erst mal in die Küche runter gegangen und hab mir was zum futtern gemacht. Ein Bauern-Omelett mit Frankfurter Rindswürsten in Sahne-Meerrettich-Sauce.

Danach ging´s mir besser ...
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Manchmal miste ich mein Blog-Roll aus. Zum Beispiel von ideologisch verbrämten Möchte-Gern-Alt-Linken, die immer noch glauben, daß man Lechts und Rinks nicht velwechsern kann. Werch ein Illtum ... (frei nach Ernst Jandl).
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Neu hinzu gekommen ist vor ein paar Tagen auf meinem Vintage-Blog die Seite von Marc Heckert aus Aachen. Wooouw ....! Was für die Freunde der gepflegten Photographie!

Und hier auf dem Katzentisch die irre Seite Ufoport Glufenteich von Jiří 7256, wo es "Ausgewählte Beiträge zur Dokumentation des Universums" in Bildern zu bewundern gibt.
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Was ist eigentlich aus Konniebritzs Berlin Blog geworden?  Will er nicht mehr?
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Kennt eigentlich jemand Laabs Kowalski aka Sven Totenkopf? Der soll mal gesagt haben,

“Was Frauen betrifft, wollte ich nie die frischen Brötchen, nie die Croissants, sondern die Stullen, die schon mal mit der beschmierten Seite in den Dreck gefallen sind … und manchmal auch die Leberwurstbrote, die zum Schluss noch auf dem Tablett liegen und die sonst keiner will. Ich wollte die, die das Leben schon angenagt hat und die nicht mehr erwarten, dass wir Kerle ihr Leben mit Lametta behängen.”

Ich habe keine Ahnung, weshalb mich das ein bißchen geil macht ... 
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Irgendwer wollte mal wieder was aus meiner West-Berliner Kinderzeit lesen und sehen.

Gut! Früh übt sich, was ein Spriti werden will ...


Muß so 1957 oder ´58 gewesen sein. Da haben wir noch in der Friedrichstraße direkt am Checkpoint Charlie wohnt. Die Mauer stand noch nicht.

1993 hab ich dann mit dem saufen aufgehört ...
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Wenn ich ehrlich bin, - ich wünsche mir einen echt mörderischen Winter. So mit allem drum und dran ... 


Mal wieder von der Außenwelt abgeschnitten sein für ein paar Tage, für fremde Leute Notbetten im Flur aufstellen, selber das Brot backen, die Bude auf 24°C hoch bullern, in meiner Kühltruhe rum wühlen und dann das Rehfleisch braten, und Schlitten fahren im Park ...


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Für heute soll´s genug sein.
 

Dienstag, 15. November 2016

Der Mann im Mond ist ein Arschloch

Hab die halbe Nacht wach gelegen, um mir das Spektakel anschauen zu können ...

Wenn der Mond uns ganz nahe kommt


Und was ist? Nebelsuppe mit Pissregen von meiner Terrasse über die Troposphäre bis zur Stratopause. 

Bei dem funktioniert genauso wenig wie beim ÖPNV in Berlin ...



Absolut nichts zu sehen gewesen. Wahrscheinlich ist da auch wieder das große US-Trumpel dran Schuld mitsamt der Bilderberger ...

Drama am Firmament: Naturschauspiel Supermoon

Ich leg mich jetzt noch mal auf´s Ohr.

Samstag, 5. November 2016

Hinweis in eigener Sache & ´ne Griletta in Berlin-Köpenick

Nur mal so als Fingerzeig!

Heute habe ich den ersten Teil zur Geschichte des Cafés und der Conditorei Niessen bzw. Nießen in der Aachener Pontstraße 70 veröffentlicht.

Würde mich freuen, wenn Ihr da mal reinschaut ...
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Für heute dann an dieser Stelle nur das noch:

War nicht alles schlecht im Osten. Hier gibt es ´ne Griletta in Ost-Berlin Köpenick


Mahlzeit

Samstag, 29. Oktober 2016

Ansage zu Tanos Vintage Lounge ... | Und ein bisschen Tralala ...

Auf meinem anderen Blog Aachen | Tanos Vintage Lounge ... 
werde ich jetzt doch mal langsam anfangen, die Geschichte des Cafés bzw. der Konditorei Nießen (später Niessen) zu schreiben, die im Jahre 1891 gegründet worden war und bis 1995 in der Aachener Pontstraße bestanden hatte.


Schon mal Vorab meinen allerbesten Dank an Frau Niessen, die mir viele schöne Geschichten aus Ihrer jahrzehntelangen Familien-Chronik erzählt hat und von der ich - auch in Absprache mit Ihren Söhnen - eine Vielzahl sensationeller historischer Photos zur Veröffentlichung überreicht bekommen habe, die ein Stück Aachener Geschichte widerspiegeln.

Das wird aufgrund der Fülle der Information und der mir zur Verfügung gestellten Photos auf jeden Fall ein Mehrteiler werden.
O O O O O O O 

Aber vorher setze ich mal einige Bilder aus den Siebziger Jahren des alten Millenniums auf Tanos Vintage Lounge rein, die mir vom Aachener Allerwelts-Rumtreiber Rudi zur freien Verfügung gestellt worden sind. Das ist der mit den Kaugummi-Automaten aus Honolulu ...

... oder dem Wahnsinns-Grill aus Waimauku von irgendwo auf der anderen Seite.


Heute gibt es hier auf dem Katzentisch einstweilen erst mal was aus der Serie "verrückte Fahräder" dieses geile Zweirad aus Waikiki.


O O O O O O O O 

Und von mir an dieser Stelle nur ein kurzes aber dafür absolut uninspirierendes Sowas ...


Tschö wa